Junges Forum: Wohnen in Garching

08.11.2012

Am 08. November 2012 fand um 19.00 Uhr im Nebenzimmer des Restaurant das JUNGE FORUM der JU Garching zum Thema „Wohnen in Garching“ statt. Dabei waren die CSU-Ortsvorsitzende, Kerstin Tschuck, Matthias Gottlieb für den Initiativkreis für Studentischen Wohnraum, die Betreiber des SLC bzw. GLC sowie CSU-Stadtrat Albert Ostler.

In voll besetztem Raum wurde der Brennpunkt zur Wohnsituation in Garching im Hinblick auf günstigen Wohnraum für Junge Leute diskutiert. Alle sind sich einig, dass die Wohnsituation in Garching verbessert werden muss. Für viele Studenten spielt in erster Linie die Nähe zum Garchinger Campus eine gewichtige Rolle. Trotzdem sei es auch notwendig, dass sich das Umfeld und die außeruniversitären Angebote erweitern.

Dabei war vor allem wichtig das die soziale Integrität des Wohnungsbaus, das Zusammenleben von Berufstätigen,Familien, Jungen Leuten und Studenten eine sehr wichtig ist. Die Höhe der Miete selbst ist nicht die wichtigste Frage, sondern vielmehr das Preis-/Leistungsverhältnis. Allen ist bewusst, dass Garching in vielerlei Hinsicht ein exzellenter Standort ist. Deshalb sei es normal, dass sich dies auch in der Miete niederschlägt. Letztendlich werde sich das von selbst regulieren, weil Wohnheimsbetreiber auch auf die Vermietung angewiesen sind. Man dürfe dabei aber die Förderung von Talenten nicht aus dem Auge verlieren, weil Begabung keine Geldfrage sei. Man müssen verhindern, dass die Entwicklung der Mietpreise Garching zu einem Standort finanzieller Eliten führt.

Gerade deswegen sei es wichtig, dass in Zukunft neuer günstiger Wohnraum geschaffen werden kann, so dass auch diejenigen Talente ein Studium auf höchstem Niveau absolvieren können, die eine weniger günstige finanzielle Ausgangssituation haben. Für die soziale Verträglichkeit spiele es außerdem eine Rolle, dass der Unterschied in den Mieten zwischen den günstigsten und den teuersten Wohnungen nicht zu groß wird. Damit werde vermieden, dass man von Studenten erster und zweiter Klasse sprechen müsse. Schließlich solle im Studium das Fach und nicht der finanzielle Status im Mittelpunkt stehen!

Im Zuge der Wohnsituation wurden außerdem die Einkaufs- und Versorgunsmöglichkeiten angesprochen. Letztere seien ausreichend, die schlechte Einkaufssituation selbst liege aber eher daran, dass die Kaufkraft wegen zu geringer Einwohnerzahl noch zu klein ist und das Einkaufsverhalten durch das Überangebot in den Ballungszentren München und Freising gesteuert wird.

Studierende sehen aber die Chance für Garching, das Potential der hier wohnenden Jungen Leute zu nutzen. Studierende der TU München seien zu großen Teilen sehr ambitioniert und man müsse ihnen in Garching genügend Platz einräumen ihre Ideen umzusetzen zu können. Der Student suche sich schon seine Möglichkeiten, auch wenn sie nicht in Garching geboten werden. Garching könne allerdings mit den Studenten wachsen und ihre Ideen auch sich nutzen.

Alles in allem hängt die Entwicklung der Wohnsituation in Garching davon ab, ob Garching und die Garchinger auch in Zukunft eine Stadt sein wollen, die eine Universitätsstadt ist, die Junge Leute unabhängig von ihrer Herkunft fördern möchte oder ob die Ausbildung einer Stadt durch finanzielle Eliten gewünscht ist. Außerdem liege es auch daran, ob und wie Junge Leute sich in ihrer Stadt einbringen und ihre Ideen umsetzen wollen. Schließlich wünscht sich doch eine Mehrheit der Garchinger eine Stadt, die lebt und eine Stadt, in der man Leute trifft, die etwas auf die Beine stellen möchten!